Programm


Das Programm befindet sich noch in Arbeit und wird stetig ergänzt.

Programm zum Download

Informationen über die ReferentInnen stehen hier zum Download zur Verfügung.

 


Überblick // Programm // 10. Dez 18 // Brose-Aula Hochschule Coburg

ab 14.00 Ankommen
14.30 – 14.45 Willkommen! – Begrüßung durch die Hochschule Coburg und Leitung des Forschungsprojekts
14.45 – 15.30 Dimensionen der Kulturellen Bildung – Auftaktpanel

mit Wolfgang Schneider [Universität Hildesheim] //
Eckart Liebau [Universität Erlangen-Nürnberg] //
Gabriela Paule [Universität Bayreuth]

15.30 – 16.10 Dimensionen der Kulturellen Bildung – Podiumsdiskussion

mit Wolfgang Schneider [Universität Hildesheim] //
Eckart Liebau [Universität Erlangen-Nürnberg] //
Gabriela Paule [Universität Bayreuth]

16.10 – 16.30 Pause + Kaffee
16.30 –  17.00 Schnittstellen zwischen Hochkultur und Kultureller Bildung
– Ein Forschungsprojektmit Julius Heinicke [Hochschule Coburg]
17.00 – 18.30 Kulturelle Bildung in Coburg – Podiumsdiskussion

mit Norbert Tessmer – Oberbürgermeister Coburg // Auwi Stübbe – Coburger Designforum Oberfranken // Cornelia Stegner – Kunstsammlungen der Veste Coburg // Bernhard Loges – Landestheater Coburg // Michael Heinrich – Hochschule Coburg + Bühnen-, Kostümbildner

ab 18.30 Ausklang

mit einem künstlerischen Beitrag der Studierenden [Hochschule Coburg],
zum 70-jährigen Bestehen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen

 


Überblick // Programm // 11. Dez 18 // Brose-Aula Hochschule Coburg

ab 9.00 Ankommen
9.30 – 10.30 Partizipation, Kooperation und andere Potenziale in der Kulturellen Bildung – Forschungsprojekte

mit Beate Kegler [Universität Hildesheim] //
Bianca Michaels, Lukas Stempel [Ludwig-Maximilians-Universität München] //
Katharina Schröck [Universität Hildesheim]

10.30 – 11.00 Partizipation, Kooperation und andere Potenziale in der Kulturellen Bildung – Forschungsprojekte im Tischgespräch

mit Beate Kegler [Universität Hildesheim] //
Bianca Michaels, Lukas Stempel [Ludwig-Maximilians-Universität München] //
Katharina Schröck [Universität Hildesheim]

11.00 – 11.40 Rundgang + Kaffee + Pause

Ausstellung zu innovativen Kulturkonzepten für Coburg
[Beitrag der Studierenden der Hochschule Coburg, innerhalb des Coburger Weges]

11.40 – 13.00 Zukunftsformate in der Kulturellen Bildung

– 2 parallele Workshops

mit Julius Heinicke [Hochschule Coburg] // Katrin Lohbeck [Hochschule Coburg]
[die Workshops finden teilweise in Seminarräumen statt]

13.00 – 13.30 Was bleibt – Abschlussrunde zur Auftakttagung

Zusammenfassung und Verabschiedung

 



Programm // 10. Dez 18 // Brose-Aula Hochschule Coburg

Dimensionen der Kulturellen Bildung – Auftaktpanel

14.45 – 16.10 [Impulsvorträge + Podiumsdiskussion]
mit Wolfgang Schneider [Universität Hildesheim] // Gabriela Paule [Universität Bayreuth] //
Eckart Liebau [Universität Erlangen-Nürnberg] 

Wolfgang Schneider
Von der Angebotsorientierung zur Teilhabeermöglichung. Kulturelle Bildung braucht Kulturpolitik

„Kultur für alle!“ scheint eine Utopie, welche ohnehin nicht eingelöst werden kann. „Alle“ scheint dabei eine unerreichbare Größe. Aber wie weit sollte der Appell trotzdem bestehen bleiben?
Kann und soll Kulturelle Bildung auch zu einem demokratischeren Klima in der Gesellschaft führen? Wird die Kulturelle Bildung in aktuellen politischen Zeiten damit nicht fälschlicherweise zum Allheilmittel? Kann und sollte die Kulturelle Bildung beispielsweise zur Demokratiestärkung „dienen“?

 

Eckart Liebau
Kultur und Geist. Perspektiven Kultureller Bildung

Es ist schon seltsam, dass die Kulturelle Bildung seit eh und je ganz ohne den hochkulturellen Begriff des Geistes auskommt. Aber der Begriff ist ja insgesamt etwas in Vergessenheit geraten. Ob es sich lohnt, ihn wieder auszugraben und auf welche Fragen und Perspektiven für die Kulturelle Bildung das führen könnte, ist das Thema, mit dem der Vortrag sich beschäftigen wird.

 

Gabriela Paule
Jugendclubs und Schultheater: eine fachdidaktische Perspektive jenseits kultureller Wertzuschreibungen

Aus fachdidaktischer Sicht ist kulturelle Partizipation eine Zielsetzung, die weniger am Gegenstand des Lernens als an den lernenden Subjekten selbst orientiert ist. Damit sind fachdidaktische Bewertungen kultureller Angebote, z. B. des Theaters, vor allem im Hinblick auf ihr Potenzial vorzunehmen, Lernprozesse anzustoßen und zu unterstützen. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Konsequenzen ein solcher Zugriff für das Tagungsthema hat, und erläutert dies exemplarisch für die theatralen Formate Jugendclub und Schultheater.

Im Anschluss an die Vorträge findet gemeinsam mit den ReferentInnen und TagungsteilnehmerInnen eine Podiumsdiskussion statt.

————

In diesem Panel soll der beinahe populäre Begriff „Kulturelle Bildung“ von drei Seiten aus beleuchtet werden, um für die Tagung und die TeilnehmerInnen ein erstes Gebiet abzustecken. Denn der Containerbegriff berührt durchaus mehrere wissenschaftliche und gesellschaftliche Gebiete: Ob Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Kulturwissenschaft, die Soziale Arbeit, die Kultur- und Bildungspolitik und nicht zuletzt die jeweiligen Fachdisziplinen, wie Theater-, Medien oder Kunstwissenschaften. Einen je eigenen Blick nehmen die drei Vorträge aus drei verschiedenen Disziplinen ein: Wolfgang Schneider [Universität Hildesheim], Gabriela Paule [Universität Bayreuth] und Eckart Liebau [Universität Erlangen-Nürnberg].

Schnittstellen zwischen Hochkultur und Kultureller Bildung – Ein Forschungsprojekt

16.30 – 17.00
mit Julius Heinicke [Hochschule Coburg]

Seit Mai 2018 werden am Wissenschafts- und Kulturzentrum der Hochschule Coburg, unter der Leitung von Julius Heinicke, bereits bestehende Schnittmengen zwischen Hochkultur und Kultureller Bildung erhoben und neue Berührungspunkte dieser beiden Felder erforscht. Das Ziel ist die Entwicklung von neuen Vermittlungsformaten für die Hochkulturinstitutionen, im Forschungsfeld der Stadt Coburg, mit der Möglichkeit zur Übertragung auf andere Mittelstädte. Komprimiert stellen wir das gut zweijährige Forschungsprojekt Schnittstellen zwischen Hochkultur und Kultureller Bildung und dessen Potenziale für die Stadt Coburg vor.

Kulturelle Bildung in Coburg – Podiumsdiskussion

17.00 – 18.30
mit Norbert Tessmer – Oberbürgermeister Coburg // Auwi Stübbe – Coburger Designforum Oberfranken // Cornelia Stegner – Kunstsammlungen der Veste Coburg // Bernhard Loges – Landestheater Coburg // Michael Heinrich – Hochschule Coburg + Bühnen-, Kostümbildner

„Als Hochschule für angewandte Wissenschaften setzt die Hochschule Coburg auf die anwendungsorientierte Forschung.“[1] Diesem Prinzip folgt ebenso das Forschungsprojekt „Schnittstellen zwischen Hochkultur und Kultureller Bildung“ und arbeitet in enger Kooperation mit den lokalen AkteurInnen aus den Bereichen Kultur, Kulturelle Bildung und Soziales.

Gemeinsam mit dem Coburger Oberbürgermeister Norbert Tessmer, privaten Initiativen und Kulturschaffenden aus verschiedenen Kunstsparten der öffentlichen Häuser sollen innerhalb dieses Panels die zukünftigen Herausforderungen für die Vermittlung von Kunst und Kultur an ein möglichst breites Publikum angesprochen und Lösungsvorschläge diskutiert werden.

Ausklang

18.30 – 19.30
mit Studierenden [Hochschule Coburg]

Wir möchten Sie einladen mit uns den ersten Tag des Symposiums gemeinsam ausklingen zu lassen

mit einem künstlerischen Beitrag zum 70-jährigen Bestehen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen

[1] Forschungsprofil der Hochschule Coburg, https://www.hs-coburg.de/forschung-kooperation/forschungsprofil.html.

 


 

Programm // 11. Dez 18 // Brose-Aula Hochschule Coburg

Partizipation, Kooperation und andere Potenziale in der Kulturellen Bildung – Forschungsprojekte

9.30 – 10.30 [Impulsvorträge mit anschließenden Tischgesprächen]
mit Beate Kegler [Universität Hildesheim] // Bianca Michaels, Lukas Stempel [Ludwig-Maximilians-Universität München] // Katharina Schröck [Universität Hildesheim]

 

Beate Kegler
Wurst und Spiele. Lernen vom Land? Gemeinwesengestaltung von allen für alle

Zwischen der Schönheit vom Land und dem Schrecken der Provinz liegt Vielfalt. Es gibt weder „den“ ländlichen Raum noch „die“ Kulturarbeit dort, wo das große Unbekannte beginnt. Fest steht mittlerweile: Von einer Gleichwertigkeit ländlicher und urbaner Räume kann nicht die Rede sein. Aus urbaner Perspektive breitet sich – zumindest jenseits der Speckgürtel urbaner Zentren – das große Nichts aus. Hier und da ein kultureller Leuchtturm in der Pampa, ein angesagtes Event vor ländlich-spektakulärer Kulisse, aber darüber hinaus bleibt letztlich nur das, was aus urban-bildungsbürgerlicher Perspektive dem Nichts gleichzusetzen gilt: Heimat und Tracht, Stubnmusi und Theaterstadl, Wurst und Spiele. Wo „das Land“ in Forschung und Kulturpolitik neu in den Fokus gerät, geht es schnell um die Zuschreibung von kultureller Bedürftigkeit und die Suche nach Formen kultureller Entwicklungshilfe. So mehren sich aktuell die Forschungsansätze und Modellprojekte, die sich aufmachen, das Füllhorn urbaner Kultur auf die armen LandbewohnerInnen auszuschütten, sie zu befähigen und zu beglücken mit Kultureller Bildung und dem Segen der Konfrontation mit echter Kunst. Doch das störrische Volk will sich zuweilen nicht so recht kulturell entwickeln lassen und hält fest an dem, was gemeinsam vor Ort ganz ohne große mediale Aufmerksamkeit entsteht, Jahr für Jahr, generationsübergreifend, selbstorganisiert, selbstverständlich und selbstverständlich ehrenamtlich, fürs Dorf vom Dorf. Dort wo Breitenkultur noch lebendig ist, ist sie aktive Gemeinwesengestaltung und demokratische Bildung par excellence. Sie hat viel gemein mit Soziokultur und praktiziert lebenslanges Lernen und intergenerationale Engagementförderung seit Jahrhunderten. Ihre AkteurInnen sind ExpertInnen der partizipativen Ansätze, der Selbstorganisation und der Netzwerkarbeit. Was wäre, wenn urbane KulturgestalterInnen sich aufmachten, diese Potenziale kennenzulernen? Was wäre, wenn die dort praktizierte Kunst des Community Building auch im Urbanen gelehrt würde? Wie könnte das ExpertInnentum der breitenkulturellen Akteur_innen bereichernd in die urbane Kunst- und Kulturszene einfließen? Wie könnten letztlich auch Kooperationen zwischen Stadt und Land aussehen und welche kulturpolitischen Rahmungen wären dafür notwendig?

 

Bianca Michaels, Lukas Stempel
Von Bürgerbühnen und Stadtprojekten – Partizipative Formate im öffentlich getragenen Stadt- und Staatstheater

Starre Strukturen, Reformunfähigkeit und Inflexibilität werden insbesondere in den öffentlich getragenen Stadt- und Staatstheatern dafür verantwortlich gemacht, dass die Theater zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre Existenz und die damit einhergehenden ökonomischen Belastungen für die jeweiligen Träger zu legitimieren. Trotz dieser im öffentlichen Diskurs allgegenwärtig erscheinenden Erstarrung der Stadt- und Staatstheater sind innerhalb der vergangenen 15 Jahre in der Spielplangestaltung der Häuser bereits quantitativ signifikante Veränderungen zu beobachten: Während bei der Anzahl der Veranstaltungen bei den Neuinszenierungen im Bereich Schauspiel keine auffälligen Schwankungen festzustellen sind, verzeichnet der Deutsche Bühnenverein in seiner jährlich erscheinenden Theaterstatistik an anderer Stelle signifikante Veränderungen: Allein die Gesamtsumme der Veranstaltungen der sogenannten „fünften Sparte“, welche in der Theaterstatistik unter den Rubriken „sonstige Veranstaltungen“ und „theaternahes Rahmenprogramm“ gefasst werden, hat sich in den vergangenen 15 Jahren verdreifacht. Der Vortrag präsentiert anhand ausgewählter Beispiele erste Zwischenergebnisse des Teilprojekts zur Neu-Formatierung als Symptom des institutionellen Wandels. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, welchen Stellenwert Formen mit nicht-professionellen DarstellerInnen im öffentlich getragenen Theater haben.

 

Katharina Schröck
Teilhabe in der Provinz – Kulturelle Bildung auf dem Thespiskarren?

Als kulturpolitisches Instrument für Teilhabe-Ermöglichung agieren die Landesbühnen in urbanen Gegenden und in der Provinz; als Stadttheater mit Reiseverpflichtung bewegen sie sich in der Kulturlandschaft und auf dem Gastspielmarkt. Sie sollen Kunst verbreiten und vermitteln, kulturelle Bildungsprozesse anstoßen und als Dienstleister kulturelle Grundversorgung ermöglichen –  und all das auf einigen wackligen Rädern quer durch die Fläche? Der Vortrag von Katharina Schröck gibt Einblicke in erste Erkenntnisse ihrer Dissertation und stellt Fragen nach dem Auftrag und der Idee von Landesbühne, nach dem Selbstverständnis und der Realität von partizipativer Arbeit in der Gastspieltheaterlandschaft Deutschlands.

————

Die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis steht im diesem Panel im Fokus.
Drei WissenschaftlerInnen haben wir eingeladen Einblicke in ihre Forschungs- und Promotionsprojekte zu präsentieren. Anschließend möchten wir die Möglichkeit bieten in direkten (Erfahrungs-)Austausch mit den ReferentInnen zu gehen und haben Tischgruppen für kleine Gesprächsrunden vorbereitet.

Rundgang + Kaffee + Pause

11.00 – 11.40
mit Studierenden der Hochschule Coburg

Innerhalb des Coburger Weges, ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum fächerübergreifendem Lernen, haben Studierende der Hochschule Coburg innovative Kulturkonzepte für die Stadt entwickelt. Die Gruppen haben sich unterschiedliche Orte in der Stadt gesucht, um dort mit je eigenen Ansätzen und Medien die Kulturlandschaft zu bereichern.
Innerhalb der Pause sind Sie herzlich eingeladen einen Rundgang durch die Präsentationen in der Brose-Aula zu unternehmen.

Die Projekte sind darüber hinaus während der ganzen Tagung ausgestellt.

Zukunftsformate in der Kulturellen Bildung – 2 parallele Workshops

11.40 – 13.00
mit Julius Heinicke [Hochschule Coburg] // Katrin Lohbeck [Hochschule Coburg]

Das Forschungsprojekt Schnittstellen zwischen Hochkultur und Kultureller Bildung hat als wesentlichen Meilenstein die Entwicklung von neuen Formaten der Kulturellen Bildung. In zwei parallel stattfindenden Workshops möchten wir uns mit den TeilnehmerInnen in eine erste Suche dazu begeben:

A) soziale Zukunftsformate im Feld der (Hoch)kultur

B) künstlerische Zukunftsformate im sozialen Feld

[Die Workshops finden teilweise in Seminarräumen statt]

Was bleibt – Abschlussrunde zur Auftakttagung

13.00 – 13.30
mit Julius Heinicke [Hochschule Coburg] // Katrin Lohbeck [Hochschule Coburg]

Eine kleine Zusammenfassung von zwei Tagen Gesprächen, Vorträgen und Workshops, mit einem Ausblick auf die kommenden zwei Jahre Forschungsprojekt und die Arbeit in Coburg.